Sexmuffel werden ist nicht schwer, Sexmuffel sein dagegen sehr
Grundsätzlich ist es völlig normal, dass sich die Lust auf Sex von Mensch zu Mensch unterscheidet. Gehen die Interessen in einer Partnerschaft aber zu weit auseinander, sodass einer davon schon als echter Sexmuffel zu bezeichnen ist, sind Probleme in der Beziehung vorprogrammiert. Und das betrifft keineswegs überwiegend Frauen. Auch wenn Männern oft nachgesagt wird, sie seien unersättliche Tiere, was die Sexualität betrifft, stößt man in der Realität auf ein ganz anderes Bild. Unter diesen "Tieren" befinden sich nämlich sehr viele Sexmuffel und dafür gibt es die unterschiedlichsten Gründe.

Aber ganz gleich ob der Mann oder die Frau zum Sexmuffel geworden ist, auf Dauer werden beide Partner unglücklich werden. Der aktive Part fühlt sich nicht mehr attraktiv, nicht mehr begehrenswert und einfach zurückgewiesen oder sogar ungeliebt. Der Sexmuffel hingegen kann unter Druck geraten und Angst bekommen, dass die Beziehung an seiner "Unlust" scheitert. Sicherlich kann eine gewisse Routine im Bett gerade bei langjährigen Beziehungen zu Langeweile führen. Die effektivste Möglichkeit das Sexmuffel-Problem zu lösen ist dabei ein Gespräch. Reden Sie miteinander. Sprechen Sie über Wünsche, Frustrationen oder Ihre Gefühle. Experimentieren Sie mit Ihrer Sexualität, bringen Sie neue Dinge ein, die für Abwechslung sorgen. Das bringt Schwung ins Liebesleben und möglicherweise auch wieder in die Lenden des Sexmuffels. Natürlich lässt sich das Problem nicht immer so leicht beheben. Viele Sexmuffel sind dies gar nicht absichtlich. Stress, finanzielle Sorgen oder andere Probleme in der Beziehung können ebenso für einen Mangel an Lust verantwortlich sein. Aber auch hier hilft es miteinander zu reden. Führt das zu keinem Ergebnis sollte man über eine Paarberatung oder auch eine Sexualtherapie nachdenken. Viele Paare sträuben sich vielleicht zunächst bei dem Gedanken, dass jemand anderes in das Liebeleben "pfuschen" soll, allerdings wurde durch solche Maßnahmen schon so mancher Sexmuffel wieder kuriert. Es kann durchaus sein, dass man sich in eine Situation festgefahren hat, für die man selbst aber den Blick verloren hat. Eine Beratung oder Therapie kann dabei wichtige Blickwinkel eröffnen und neue Impulse geben.
Man sollte auch berücksichtigen, dass nicht jeder Sexmuffel nur einfach keine Lust hat, sondern sich durchaus eine Erkrankung hinter der Lustlosigkeit verbergen kann. Eine unbemerkte Depression kommt beispielsweise häufiger vor, als man annehmen mag und gerade psychische Probleme können aus einem Mann ganz schnell einen Sexmuffel machen. Das gilt für Frauen natürlich in gleichem Maße, doch ist es erfahrungsgemäß so, dass Männer mit ihrer Gefühlswelt eher zurückhalten und sich seltener mitteilen, wenn es ihnen psychisch nicht gut geht. Auch hier hilft ein Gespräch, auf das unbedingt eine professionelle Hilfe folgen sollte. Des Mannes liebster Satz "es ist von alleine gekommen, also geht es auch wieder von alleine" wirkt in solchen Fällen nämlich leider nicht. Die Depression ist eine schwere Erkrankung, die leider noch immer nicht wirklich ernst genommen wird. Doch neben der Psyche kann auch ein Mangel an Testosteron einen Mann zum Sexmuffel werden lassen. Das kommt zwar nicht häufig vor, aber wer sicher gehen möchte, kann sich beim Arzt den Testosteronspiegel messen lassen.


