Es gibt unzählige Ursachen für eine erektile Dysfunktion, weshalb es enorm wichtig ist den genauen Ursprung der Potenzprobleme zu ermitteln. Ihrem Arzt des Vertrauens stehen dabei mehrere Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung.

Beim Arzt wegen Erektile Dysfunktion

Zunächst muss geklärt werden, ob die erektile Dysfunktion auf körperlichen oder psychischen Ursachen beruht. Oftmals ist es eine Kombination aus beidem. Körperliche Impotenz zieht natürlich auch psychische Folgen nach sich, während psychische Erkrankungen den Hormonhaushalt durcheinander bringen können. In einem intensiven Gespräch mit Ihrem Arzt werden dann möglichst alle wichtigen Fragen abgedeckt. Können die Faktoren, welche die erektile Dysfunktion verursachen nicht eingeschränkt werden, folgt eine größere Untersuchung. Sowohl der Penis und Hoden, als auch die Prostata werden auf Schäden untersucht. Es folgen Blut- und Urintests, Ultraschalluntersuchungen, Durchblutungsmessungen. Bei Bedarf können auch die Nerven untersucht werden oder es kann über Nacht der Schwellgrad des Penis ermittelt werden, um körperliche Schäden auszuschließen. Was jetzt nach einer ärztlichen Odyssee klingt, ist in Wahrheit aber nur halb so schlimm. In den meisten Fällen können die Ursachen für die erektile Dysfunktion schon im Gespräch eingegrenzt und durch wenige Kontrolluntersuchungen auch sehr schnell ausfindig gemacht werden.

Ist die Diagnose erfolgt, gibt es eine Reihe hochwirksamer Behandlungsmöglichkeiten. Die mittlerweile häufigste und auch vielversprechendste Therapie ist die Verschreibung von PDE-5-Hemmern. Dabei handelt es sich um nichts Geringeres als Potenzmittel, wie Viagra, Cialis oder auch Levitra. Bis vor kurzem waren die Medikamente im spontanen Einsatz direkt vor dem Geschlechtsverkehr vorgesehen. Nach der Einnahme dauerte es circa 30 – 60 Minuten, je nach Arzneimittel, bis eine starke Erektion ermöglicht wurde. Mittlerweile gibt es aber auch Langzeittherapien. Dabei werden täglich Potenzmittel in niedriger Dosierung eingenommen. So wird das Risiko auf Nebenwirkungen reduziert und gleichzeitig die Möglichkeit zu spontanem Sex gegeben. Diese Behandlungsmethode wird allerdings nur angewendet, wenn die erektile Dysfunktion dauerhaft vorhanden ist und gut auf die Potenzmittel anspricht. Wie genau die Therapie mit Potenzmitteln bei Ihnen aussehen kann, wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen.

Schautafel - PDE-5-Hemmer Wirkung bei Erektile Dysfunktion

Bei rein körperlichen Ursachen könnten andere Maßnahmen erforderlich werden. Wenn alle anderen Therapien fehlschlagen, kommt in letzter Instanz eine Penisprothese zum Einsatz. Am meisten Verwendung findet die Drei-Komponenten-Prothese. Dabei werden die Schwellkörper durch Implantate ersetzt, eine kleine Pumpe in den Hodensack gepflanzt, durch welche die künstlichen Schwellkörper mit Wasser aus einem Ballon im Bauchraum gefüllt und wieder entleert werden können. Dadurch wird eine gezielte und kontrollierte Erektion und Erschlaffung des Penis ermöglicht, wobei die Orgasmusfähigkeit und Ejakulation unberührt bleiben. Vor der Entdeckung der Potenzpillen war die Prothese häufig im Einsatz. Dank der Potenzmittel wird sie mittlerweile nur noch sehr selten benötigt.

Bei psychischen beziehungsweise partnerschaftlichen Erektionsproblemen, hat sich die Sexualtherapie in Verbindung mit potenzfördernden Medikamenten bewährt. Auch in solch einem Falle wird Ihr Arzt Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Doch wo auch immer Ihr Problem mit der Potenz liegt, Ihr Arzt wird einen Weg zu einem normalen Sexleben finden – garantiert.

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