Impotent durchs Radeln? – Was der Potenz wirklich schadet
Noch immer kursiert das Gerücht, dass Fahrrad fahren impotent machen würde und die Medien schüren dieses Vorurteil noch mit Berichten über die Gefährdung der Potenz durch das Radeln. Was einige schon lange richtig vermutet haben, wurde von einem Hamburger Urologen nun endgültig bestätigt: Fahrrad fahren schadet der Potenz nicht. Natürlich besteht bei einem Unfall erhöhte Gefahr sich durch den Sattel oder die Fahrradstange im Genitalbereich zu verletzen, doch ist dies wohl kaum mit einem dauerhaften, erhöhten Risiko für die Potenz zu vergleichen. Wer also gerne mit dem Rad unterwegs ist und sich bisher vielleicht Gedanken um seine Potenz deswegen gemacht hat, darf beruhigt sein und munter weiter in die Pedale treten.

Allerdings gibt es eine Reihe von Dingen, die der Potenz wirklich massiv schaden und letztlich auch zu einer kompletten Impotenz führen können. An erster Stelle stehen hier die Volksdrogen Zigaretten und Alkohol. Beim Rauchen werden die Blutgefäße verengt und beschädigt, was auf lange Sicht durchaus impotent machen kann. Langjähriger und übermäßiger Alkoholmissbrauch hingegen schädigt sowohl Organe, als auch das zentrale Nervensystem des Körpers, was zwangsläufig impotent macht. Während Nikotin und Alkohol relativ offensichtliche Gegner der Potenz darstellen, sieht es bei der Nahrung schon ein wenig anders aus. Auch zu fettiges Essen kann sich negativ auf die Potenz auswirken und zusätzliche Risikofaktoren impotent zu werden begünstigen. Zuviel Fett schädigt die Arterien und verhindert eine ausreichende Durchblutung des Penis. Zu fettiges Essen kann zudem einen erhöhten Cholesterinspiegel verursachen, der sich ebenfalls schädlich auf die Potenz auswirkt. Entsteht durch eine ungesunde Ernährung auch noch Übergewicht, besteht ein weiteres Risiko impotent zu werden. Bei starkem Übergewicht kann schnell ein Testosteronmangel entstehen, was sich nicht zuletzt an der Potenz bemerkbar machen wird. Einhergehend mit Bewegungsmangel erhöht sich die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken. Aktuelle Studien belegen, dass etwa jeder zweite Diabetiker auch impotent ist. Um der Gefahr impotent zu werden also aktiv entgegenzuwirken, empfiehlt sich eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Die Vitamine schützen dabei nicht nur die Potenz an sich, sondern den gesamten Organismus.
Die Ernährung ist zwar ein wichtiger Punkt für eine gesunde Potenz, aber nicht der Einzige. Auch Stress oder Alltagsprobleme können impotent machen. Gerade Stress erhöht den Adrenalinspiegel und verringert die Durchblutung. Die Folge kann ein einmaliges "Versagen" sein, das aber Angst vor einer erneuten "Schlappe" auslösen kann und den Stresspegel des Körpers automatisch wieder steigen lässt. Daher ist es wichtig, so häufig wie möglich zu entspannen. Auch wenn es lustig klingen mag, aber auch zu heftiger Sex kann sich auf die Potenz auswirken. Bei dem Schwellkörper des Penis handelt es sich um empfindliches Gewebe, das bei hoher Belastung geschwächt, schlimmstenfalls sogar beschädigt werden kann. Eine Schwächung des Gewebes muss zwar nicht unbedingt impotent machen, beeinflusst aber die Ausdauer und Stärke der Erektion. Letztendlich gibt es also Faktoren, die sich wirklich negativ auf die Potenz auswirken. Das Märchen, vom Fahrradfahren impotent zu werden, können Sie aber getrost vergessen.


