Während die körperlichen Ursachen von Erektionsstörungen relativ leicht auszumachen sind, gestaltet sich die Diagnose bei psychischen Problemen schon schwieriger. Wie bei den körperlichen Ursachen auch, gilt es den Grund für die erektile Dysfunktion zu finden und zu beseitigen. Potenzmittel können dabei natürlich unterstützen, das Problem aber nicht alleine lösen.

Psychologische Ursachen der erektilen Dysfunktion

Zu den psychischen Ursachen für eine erektile Dysfunktion können partnerschaftliche Probleme zählen. Ein zu eingefahrener Alltag kann dabei ebenso zu Potenzstörungen führen, wie Leistungsdruck oder eine zu hohe Erwartungshaltung. Viele Männer ziehen es in solchen Situationen vor zu schweigen und den sexuellen Akt zu umgehen, weil sie sich zum einen selbst vor dem "Versagen" schützen wollen und gleichzeitig befürchten, sie könnten ihren Partner verletzen. Es entsteht ein sogenanntes Vermeidungsverhalten, das die Problematik aber nicht verbessert, sondern zusätzlich verschärft. Der erste Schritt im Kampf gegen die erektile Dysfunktion ist daher das Reden. Besonders in Partnerschaften ist dies ein wichtiger, wenn nicht gar der wichtigste Weg zum Erfolg. Ein offenes Gespräch mit Ihrem Partner eröffnet viele Möglichkeiten, wie eine Partnerschaftsberatung, eine Sexualtherapie und gar nicht mal so selten ein sofortiges Lösen des Problems. Der Dialog mit dem Partner kann extrem befreiend wirken und den Blickwinkel auf das Sexleben ändern. Nur Mut, probieren Sie es aus.

Ebenso zu den psychischen Faktoren einer erektilen Dysfunktion zählt schlicht und ergreifend Stress. In einer Zeit, die immer hektischer wird und in einem Bildungs- und Karriere-System, das enormen Leistungsdruck aufbaut, wird der Stress zunehmend zum gesundheitsgefährdenden Dreh- und Angelpunkt. Dazu zählen auch Störungen der Erektion. Wer kennt das nicht, über einen "vollen Kopf" zu klagen oder sich in besonders stressigen Zeiten von Wochenende zu Wochenende zu hangeln? Dies schlägt sich entsprechend auch in der Sexualität nieder. Die Zauberwörter hierbei lauten abschalten und entspannen. Das ist jedoch leichter gesagt, als getan und ein Patentrezept gibt es hierfür nicht wirklich. Vielen Männern hilft ein körperlicher Ausgleich zu geistiger Arbeit, wie Fitnesstraining zum Beispiel. Für körperlich anstrengende Arbeiten könnten Yoga oder Entspannungsübungen den gewünschten Effekt bringen. Finden Sie Ihre ganz persönliche Möglichkeit zum effektiven "Abschalten", experimentieren Sie, das kann wahre Wunder bewirken.

Erektile Dysfunktion - Wie Sie im Gehirn wirkt

Während die Stressbewältigung zwar schwierig, aber durchaus zu bewältigen ist, sieht es mit tiefsitzenden, psychischen Krankheiten schon problematischer aus. Depressionen zum Beispiel können nicht nur Ursache für eine erektile Dysfunktion sein, sondern den Sexualtrieb komplett ausschalten. Eine depressive Verstimmung hat sicher jeder Mal, eine ausgeprägte Depression hingegen werden Sie ohne professionelle Hilfe nicht in den Griff bekommen. Man weiß mittlerweile, dass es sich dabei um ein ausgeprägtes Krankheitsbild handelt, das in der Regel neben einer Psycho-Therapie auch die Behandlung mit Medikamenten erforderlich macht.

Zu den harmloseren psychischen Faktoren für die erektile Dysfunktion zählen Unerfahrenheit und zu hohe Erwartungshaltungen. In der Regel betrifft das eher jüngere Männer und legt sich auch mit zunehmender Erfahrung ganz von selbst wieder. Bleibt das Problem allerdings bestehen oder verschlechtert sich, so ist auch hier eine mögliche Behandlung ärztlich abzuklären.



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