Das verflixte 7. Jahr? – Wenn partnerschaftlicher Sex nachlässt
Partnerschaftlicher Sex ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens und für die meisten Partnerschaften auch eine gewisse Basis. Eine Umfrage hat in diesem Zusammenhang aber ergeben, dass partnerschaftlicher Sex nach etwa sechseinhalb Jahren beginnt nachzulassen. Auch wenn man die Sexualität nicht überbewerten sollte, wird auf die Dauer die Beziehung unter mangelndem Sex leiden, weil zumindest ein Partner immer unglücklicher werden wird. Doch woher kommt so eine Flaute im Bett eigentlich und was kann man dagegen tun?

Der erste Teil der Frage lässt sich leicht beantworten. Partnerschaftlicher Sex kann nach einer gewissen Zeit durchaus von Routine besetzt werden, was bewusst oder unbewusst auch zur Langeweile im Bett führen kann. Man kennt sich gegenseitig sehr genau, weiß was der andere mag oder nicht mag und die Spannung geht verloren. Der Sex in der Beziehung wird zunehmend mechanischer und schlimmstenfalls zum notwendigen Übel. Das muss natürlich nicht so sein, viele Paare erleben dies aber immer wieder. Die Ursachen dafür können äußerst vielfältig sein und sind keineswegs ein Zeichen mangelnder Liebe. Sehr viele Menschen geben an, dass Alltagsstress auf sie als wahrer Lustkiller wirkt. Arbeit und Hektik rauben schlicht die Lust und Energie auf ein leidenschaftliches Vergnügen im Bett. Probleme oder Sorgen verstärken den Mangel an sexuellem Verlangen zusätzlich und auch Kinder im Haushalt können die Libido der Eltern zügeln. Das problematische an der Sache ist, dass man die Ursachen nicht immer einfach abstellen kann, selbst wenn man sie erkannt hat. Ein Grund zum Aufgeben ist dies jedoch nicht. Wir haben ein paar wertvolle Tipps für Sie zusammengetragen, die mehr Feuer in Ihr Liebesleben bringen können.
Wie so oft, steht an erster Stelle das Gespräch. Auch wenn es schwer fällt, reden hilft. Sprechen Sie mit Ihrem Partner offen über Ihre sexuellen Wünsche und Vorlieben. Selbst nach so langer Zeit der Partnerschaft können Sie noch unterschiedliche Auffassungen vom Liebesleben aufdecken. Machen Sie sich dabei keine gegenseitigen Vorwürfe, sondern gehen Sie auf Ihren Partner ein. Auf diese Weise lassen sich nicht selten kleinere Probleme aus dem Weg räumen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Nehmen Sie sich Zeit – für sich und für Ihren Partner. Ein Urlaub zu Zweit oder auch nur ein gemeinsames Wochenende in einer anderen Stadt können die Lust aufeinander wieder beflügeln. Die Hauptsache ist, dass Sie mal aus Ihrem Alltag rauskommen, um gemeinsam neue Dinge zu entdecken oder zu erleben, damit partnerschaftlicher Sex wieder zu leidenschaftlichem wird.
Wenn alles scheitert, sollten Sie eine Paarberatung oder Sexualtherapie in Betracht ziehen. Dabei geht es nicht darum, sich helfen zu lassen, sondern auf Wege zu stoßen, an die Sie selbst vielleicht nicht gedacht haben. Viele verbinden die Begriffe Beratung oder Therapie gleich mit einer Krankheit und nehmen schon gedanklich schon im Vorfeld Abstand von diesen Möglichkeiten. Machen Sie sich aber nicht zum Opfer Ihres Stolzes, sondern betrachten Sie eine Therapie als Chance, wieder frischen Wind in Ihr Liebesleben zu bringen. Unzählige Paare berichteten, dass sich ihr partnerschaftlicher Sex nach einer Therapie enorm verbessert hat – versuchen Sie es doch auch einfach mal.


