Körperliche Ursachen der erektilen Dysfunktion
Wie Sie bereits gesehen haben, können die Ursachen für eine erektile Dysfunktion sehr unterschiedlicher Natur sein. Beruhen die Potenzstörungen auf körperlichen Schäden, können diese aber meist schnell erkannt und auch effektiv behandelt werden.
Eine der häufigsten körperlichen Ursachen ist die Schädigung der Blutgefäße. Bluthochdruck, Ablagerungen in den Arterien oder allgemein Herz-Kreislauf-Erkrankungen sorgen häufig für eine schlechtere Durchblutung des Penis und damit nicht selten für eine erektile Dysfunktion. Auch nach operativen Eingriffen können die Blutgefäße in Mitleidenschaft gezogen werden und verantwortlich für Erektionsstörungen sein. Besondere Gefahr besteht bei Operationen an der Blase oder Prostata.

Selbstverständlich spielt auch das Alter eine große Rolle für die erektile Dysfunktion. Besonders und in verstärktem Maße treten dabei Störungen der Potenz in Zusammenhang mit Diabetes auf. Mehr als 50% der Diabetiker sind betroffen. Die Behandlung mit Potenzmitteln hat sich in diesem Falle allerdings als sehr hilfreich erwiesen. Medizinische Studien belegen, dass selbst Diabetiker in hohem Alter mit entsprechender Behandlung wieder ein normales Sexleben führen können.
Eine weitere körperliche Ursache kann die Beschädigung des Nervensystems sein. Auch hier kann Diabetes eine Rolle spielen, aber vor allem sind Erkrankungen, wie Multiple Sklerose, eine Querschnittslähmung oder Nervenschäden durch Alkohol fast zwangsläufig mit einer Impotenz verbunden. Damit ist das Schicksal aber nicht besiegelt. Ganz im Gegenteil gibt es auch hier eine Reihe von Möglichkeiten, die Impotenz wieder in den Griff zu bekommen. Das gleiche gilt auch für Verletzungen des Beckens oder der Wirbelsäule. Durch einen Unfall können also auch dauerhafte Störungen der Erektion auftreten, aber auch solche lassen sich unter Kontrolle bringen.

Eher selten sind Hormonstörungen für die erektile Dysfunktion verantwortlich. Ein Mangel des männlichen Hormons Testosteron kann Probleme bei der Erektion verursachen. Ist die Störung hormonell bedingt, ist gleichzeitig eine verminderte Libido festzustellen, sprich die Lust auf Sexualität lässt nach. Dies kann wiederum aber ein Symptom einer psychischen Erkrankung sein, sodass auch hier ärztlicher Rat die erste Wahl sein sollte.
Zu guter Letzt können sich auch verschiedene Medikamente negativ auf die Erektionsfähigkeit auswirken. Blutdruckmittel, Cholesterin-Medikamente oder auch Psychopharmaka sind nur wenige Beispiele. Treten Erektionsstörungen in Zusammenhang mit der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten auf, könnte es sich also um Nebenwirkungen der Mittel handeln.
Problematisch wird die Behandlung bei Beschädigungen des Schwellkörpers selbst. Oftmals wird dann ein operativer Eingriff notwendig, bei dem eine Prothese eingesetzt wird. Aber wo auch immer die Ursache für die erektile Dysfunktion gefunden wird, gibt es Mittel und Wege zu einer erfolgreichen Behandlung – Hoffnung besteht immer.


